Der heilige Narr – Jesu Weg im Zeitalter des Kollaps
Die Megamaschine1 scheint auf einem unaufhaltsamen Siegeszug zu sein. Elektrizität, Digitalität und nun künstliche Intelligenz treiben eine exponentielle Beschleunigung voran. Ihr globales Wirtschaftssystem antizipiert alles – auch jede Gegenbewegung. Alles wird vermarktet und zu einem Produkt. Es gibt immer weniger Freiräume und wir können uns dem System letztlich nicht entziehen, wenn wir irgendwie überleben wollen. Wir brauchen Geld, um unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen, dafür Arbeit und mittlerweile auch ein Smartphone. Kleine Schritte der Verweigerung oder alternative Lebensweisen halten den großen Trend nicht auf. Die „shifting baseline“ führt dazu, dass das, was vor einer Generation noch undenkbar war, mittlerweile als unvermeidlich akzeptiert wird.
Irgendwann wird die Megamaschine an ihrem Erfolg ersticken, denn sie lebt davon, alle Ressourcen und alles Leben dieses Planeten in Müll zu verwandeln. Sie ist auf Wachstum angewiesen. Auf unserem begrenzten Planeten2 wird irgendwann der Kipppunkt erreicht. Es gibt Anzeichen dafür, dass wir nun in diese chaotische Phase der Erschöpfung eintreten. Manche nennen das „Kollaps“. Das ist keine gute Nachricht. Uns erwartet ein Zeitalter, in dem die Maschine und ihre Profiteure ums Überleben kämpfen, immer mehr Menschen aus dem System ausgesondert werden und sich der Wettbewerb um Ressourcen und die Rücksichtslosigkeit gegenüber der Schöpfung weiter verschärfen. Ich gehe davon aus, dass sich dadurch Handlungsspielräume weiter verengen und Konflikte, wirtschaftliche Zwänge und Not zunehmen werden. Das Erlangen von Macht und die Durchsetzung der eigenen Interessen mittels Zwang und Gewalt wird das Mittel der Wahl sein. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und gehören bisher gemeinsam mit unseren „westlichen Partnern“ zu den Profiteuren des Systems. Der Kampf um Vorherrschaft in der Welt und den Zugriff auf knappe Ressourcen wird daher auch in unserem Namen und Interesse geführt – in deinem und meinem.
Walter Wink nennt dies den „Mythos der erlösenden Gewalt“3. Denn natürlich sind wir die Guten und müssen uns vor den Bösen verteidigen. Wie, wenn nicht dadurch, dass wir „verteidigungsbereit“ werden und aufrüsten, sollen wir uns in zukünftigen Konflikten um Rohstoffe und Lebensraum vor Aggressoren und Klimaflüchtlingen schützen? Wir erleben gerade im Zeitraffer, wie dieses Narrativ innerhalb weniger Jahre bei uns die Oberhand gewonnen hat: die sogenannte „Zeitenwende“.
Aber gibt es angesichts dieser düsteren Prognose überhaupt noch eine Möglichkeit, diese Entwicklung aufzuhalten oder gar umzukehren? Können wir noch, oder wieder, an den barmherzigen Schöpfergott glauben, dessen Reich der Gerechtigkeit und des Friedens schon angebrochen ist? Ich glaube, dass Jesus uns den Weg gezeigt und vorgelebt hat. Ich glaube, dass wir, wenn wir Jesus beim Wort nehmen, das erleben werden, was auch die ersten Christen erfahren haben: dass das Reich Gottes schon heute und hier Gestalt gewinnen kann – trotz aller Widerstände.
Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
– Mt 16,25
Wir nehmen dieses Paradoxon heute, wenn überhaupt, nur noch in einem übertragenen innerlichen Sinn ernst. Ich glaube aber, es ist wörtlich gemeint. Ebenso wie die Aufforderung Jesu „Sorgt euch um nichts“ geht es hier nicht um psychologische Lebensberatung, sondern um eine zutiefst politische Absage an die Logik von Sorge, Selbstabsicherung und Vergeltung. Ein System, das von Sorge, Angst, Versicherungen und permanenter Selbstoptimierung lebt, ist machtlos gegenüber Menschen, die sich ernsthaft keine Sorgen machen. Sein Leben verlieren bedeutet, die Dinge loszulassen, mit denen die Maschine uns kontrolliert: die Angst um Karriere, Ansehen, Sicherheit, Besitz und sogar das eigene Leben in einem existenziellen physischen Sinn. Dabei geht es nicht um Selbsthass oder Selbstkasteiung und auch nicht um Autarkie und Selbstgenügsamkeit, wie bei den antiken Kynikern4. Die Triebkraft ist ein Ergriffensein von etwas Größerem, einer Liebe und Begeisterung für Gott und sein Reich, sodass das eigene Ich in den Hintergrund tritt und gewissermaßen vergessen wird. Man kennt das vielleicht vom Verliebtsein oder von Flow-Erlebnissen, bei denen man so in einer Tätigkeit aufgeht, dass man sich selbst darüber vergisst.
Jesus meint seine Ratschläge m. E. ganz konkret und wörtlich und ist davon überzeugt, dass wir dadurch das Reich Gottes gewinnen werden:
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte; und euer himmlischer Vater ernährt sie.
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Plage.
– Mt 6,25-34 (gekürzt)
Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
– Mt 6,24
Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib ihn den Armen; und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!
– Mt 19,21
Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen.
Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin; und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.
Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück.
Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen.
– Lk 6,27-31 (gekürzt)
Jesus selbst und seine Jünger haben so gelebt und selbstverständlich auch die ersten Christen:5
Bei uns könnt ihr ungebildete Leute, Handwerker und alte Mütterchen finden, die nicht imstande wären, die Nützlichkeit ihrer Lehre in Worten darzutun. Aber durch ihre Taten weisen sie die Nützlichkeit ihrer Grundsätze nach. Keine auswendig gelernte Worte sagen sie her. Aber gute Taten zeigen sie: geschlagen nicht wiederzuschlagen, ausgeraubt nicht zu prozessieren, den Bittenden zu geben, die Nebenmenschen wie sich selbst zu lieben.
– Athenagorus, Bittschrift
Immer wieder in der Geschichte gab es Aufbrüche, diesen Ruf existenziell ernst zu nehmen, wie z. B. bei den Wüstenvätern, den frühen Ordensgründern und ganz eindrucksvoll beim Heiligen Franziskus.
Ich nenne dies die Figur des „heiligen Narren“. Damit meine ich keinen Hofnarren oder Clown. Der heilige Narr ist kein Entertainer und auch kein Spinner, der mit Plakaten in der Fußgängerzone steht. Der entscheidende Punkt ist: Er kämpft nicht gegen das System, die Megamaschine. Er nimmt sie nicht einmal ernst genug, um gegen sie zu kämpfen. Er lebt so, als gäbe es die Maschine nicht, bzw. als hätte sie keine Macht. Denn wer bereit ist, „sein Leben zu verlieren“, über den hat die Maschine tatsächlich keine Macht mehr. Seine Stärke liegt in einer tiefen, aber freundlichen Weigerung, ihre Realität und vor allem ihren Ernst anzuerkennen. Er entzieht ihr die Energie, indem er sie höflich ignoriert.
Jesus beschreibt sehr konkrete Praktiken, mit denen Menschen sich der Logik von Gewalt, Besitz und Vergeltung entziehen: den Verzicht auf Gegenschlag, auf Rückforderung, auf individueller Absicherung. Diese Haltung bleibt nicht innerlich oder symbolisch, sondern greift tief in die alltäglichen Beziehungen, in den Umgang mit Macht, Sicherheit und Zukunft ein.
Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott.
– 1 Kor 3,18-19
Als töricht gilt hier nicht das Exzentrische oder Weltfremde, sondern der schlichte Versuch, Jesus beim Wort zu nehmen: selbstlos zu handeln, auf Vergeltung zu verzichten und dem Guten zu trauen – Haltungen, die in einer von Konkurrenz und Angst geprägten Welt als unrealistische Utopie erscheinen.
Das Nein zum System ist ein beiläufiges „Nein danke, das brauche ich nicht“. Es hat nichts Verbissenes oder Wütendes. Er wendet diese einfache, unaufgeregte Haltung auf das gesamte Konsum-, Wirtschafts- und Gesellschaftssystem an. Seine Energie kommt nicht aus der Ablehnung der Maschine (des Mechanischen) – sondern aus der Liebe zu den Menschen und allem Lebendigen (dem Organischen). Zur Zeit der ersten Christen hatte diese Haltung eine unaufhaltsame Dynamik entfaltet.
Nach Walter Wink haben alle sichtbaren Institutionen und gesellschaftlichen Strukturen eine unsichtbare, spirituelle Dimension: die „Mächte und Gewalten“3. Ursprünglich sind sie Geschöpfe Gottes zum Dienst am Gemeinwohl. Doch wenn sie sich diesem Dienst verweigern und zum Selbstzweck werden, werden sie „dämonisch“. Die Megamaschine ist ein solches System, das sich verselbstständigt und eine eigene, zerstörerische Dynamik entwickelt hat.
Da diese Mächte auf der unsichtbaren Ebene operieren, muss auch unser Widerstand dort ansetzen. Gebet ist kein frommer Rückzug, sondern ein Akt des „geistlichen Trotzes“: Wer betet, imaginiert eine alternative Zukunft gegen die Realität der Maschine und glaubt sie ins Dasein. Die Bergpredigt zeigt sich so als subversive Praxis des Reiches Gottes. Der heilige Narr kämpft nicht gegen die Maschine mit ihren eigenen Waffen, sondern entzieht ihr durch Nicht-Kooperation, durch Gebet und durch gelebte Alternativen Energie und Legitimation, bis sie ihre Macht verliert.
Heute kommt etwas neues hinzu. Unser moderner Lebensstil hat keine Zukunft. Wir ruinieren Gottes Schöpfung in wenigen Generationen. Schon heute leiden sehr viele Menschen unter der Ungerechtigkeit unseres globalen Wirtschaftssystems, Umweltverschmutzung, Klimawandel und Verlust an Lebensräumen. Wenn wir jetzt die Grenzen des Wachstums2 erreicht haben, bedeutet das, dass immer mehr Menschen auf die Verliererseite gedrängt werden. Die natürliche Reaktion der Besitzenden wäre, bei der „Reise nach Jerusalem“ um die verbleibenden Stühle zu kämpfen. Eine Antwort im Sinne der Bergpredigt könnte dagegen in einer Praxis des „vorauseilenden Abstiegs“ liegen:
Ich gehe davon aus, dass die Megamaschine ohnehin auf einen ökologischen und gesellschaftlichen Kollaps zusteuert. Ein über Generationen andauernder fortschreitender Abstieg wird so oder so kommen. Wir sollten dem aber nicht ängstlich entgegensehen und um die letzten Plätze an der Sonne kämpfen, sondern den Abstieg bewusst, freiwillig und fröhlich in der Haltung des heiligen Narren vorweg nehmen – als eine Art „christliches Degrowth“. Wer darin einen tiefen Sinn erkennt, und es als Aufgabe annimmt, wird das nicht als Verlust und Opfer erleben. Im Gegenteil: Viele haben schon einmal erfahren, wie wenig es braucht, um wirklich zufrieden zu sein. Finden wir es heraus!
Es dürfte klar sein, dass es nicht möglich ist, diesen Weg alleine zu gehen. Ein einzelner heiliger Narr wäre im besten Fall ein Prophet, wahrscheinlicher aber nur ein Exzentriker und Sonderling. Er würde entweder zerbrechen oder zu einer kuriosen, aber wirkungslosen Randfigur werden. Diese Lebensform braucht zwingend Gemeinschaft, Resonanz – eine Bewegung. Eine Gruppe von Menschen, die miteinander üben, sich weniger zu sorgen, sich gegenseitig im Vertrauen bestärken und füreinander einstehen. So wie die ersten Christen, die in einer offenen, durchlässigen Alternativgesellschaft gelebt haben, die füreinander da waren, um für alle Menschen da sein zu können und deswegen zum „Staatsfeind Nummer eins“ wurden.
Es geht nicht darum, ein einsamer Prophet auf einem Berg zu sein. Es geht darum, Zeugnis abzulegen – ein lebendiges Beispiel zu sein, andere zu inspirieren und kleine, vielleicht anfangs spielerische Schritte in diese Richtung zu wagen. Die große Veränderung entsteht nicht durch einen zentralen Masterplan, sondern durch unzählige kleine, dezentrale Akte des Vertrauens, der Solidarität und der Freude, die immer weitere Kreise ziehen und so den Niedergang der Megamaschine beschleunigen.
Ich halte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles preisgegeben habe und für Dreck halte, damit ich Christus gewinne.
– Phil 3,8
Der hier vorgeschlagene Weg ist nur möglich, wenn er von einer tiefen Liebe zu Christus, unseren Mitmenschen und Gottes Schöpfung getragen ist. Und von Begeisterung für die Sache Jesu, für das Reich Gottes. Im Wort Begeisterung steckt „Geist“. Wir brauchen Inspiration, wir brauchen den Geist Gottes, den Heiligen Geist. Aus eigener Einsicht und Kraft werden wir das nicht schaffen. Zu groß ist die Gefahr, verbissen und selbstgerecht zu werden oder auszubrennen.
Jesus und viele Christen der ersten Generation haben ihre Leidenschaft für das Reich Gottes mit dem Leben bezahlt. „Sein Leben verlieren“ bedeutet nicht nur Loslassen von Besitz und Sicherheit, sondern auch ein Annehmen der eigenen Sterblichkeit. Wer diesen Weg geht, überlässt sich ganz der Sache Jesu, ohne Rückversicherung und doppelten Boden. So entsteht eine Dynamik, die aus Liebe statt aus Angst lebt – unaufhaltsam und frei.
Aber, ist das nicht zu extrem? Wer würde sich heute darauf einlassen und alles riskieren? Und außerdem: Es gibt aktuell keine Bewegung der „Heiligen Narren", der man sich anschließen könnte.
Ich glaube jedoch, dass die ersten Christen in keiner grundsätzlich anderen Situation waren als wir heute. Auch sie haben ihr Leben und ihre Familien geliebt. Auch sie waren zunächst nur wenige. Und dennoch hat sich die Jesus-Bewegung unaufhaltsam ausgebreitet.
Damals kamen zwei Dinge zusammen: Zum einen war das Römische Reich auf seinem Höhepunkt als globales System mit absoluter Macht angelangt – aber genau dadurch hatte es seinen Gipfelpunkt erreicht und konnte nicht weiter wachsen. Ungleichheit und soziale Spannungen dagegen nahmen weiter zu. Steuerlast, Willkürherrschaft und politische Rechtlosigkeit prägten den Alltag der meisten Menschen. Das eröffnete ein Kairos, ein günstiges Zeitfenster, für grundlegende Veränderung. Zum anderen kam eine tiefe Begeisterung und Ernsthaftigkeit der ersten Christen hinzu. Sie haben Jesus und seine Auferstehung so ernst genommen, dass ihre Prioritäten sich radikal verschoben. Nicht weil sie ihr Leben weniger liebten, sondern weil sie etwas mehr liebten: Jesus, das Reich Gottes, seine Vision von Gerechtigkeit und Frieden.
Ich denke, dass wir heute in einer vergleichbaren Situation sind. Der ökologische Kollaps, die Durchdringung aller Lebensbereiche durch KI, Social Media und Digitalisierung, Vereinzelung, wachsende soziale Ungleichheit, Kriege, Aufrüstung und der Zerfall der internationalen Ordnung führen die Menschheit in eine existenzielle Krise. Die Megamaschine läuft auf Hochtouren und zeigt gleichzeitig immer deutlicher ihre Grenzen und ihre Brüchigkeit. Vielleicht ist genau jetzt ein Kairos für den „Heiligen Narren" gekommen?
Aber woher soll der Mut und die Entschlossenheit kommen, die Bereitschaft für die „Torheit“ des Reiches Gottes? Ich denke nicht, dass die ersten Christen mutiger oder heroischer waren als wir heute. Aber sie waren „begeistert“ – im wörtlichen Sinne erfüllt vom Heiligen Geist. Das ist nichts, was wir durch Anstrengung oder Entschlossenheit „machen“ können. Es ist Geschenk. Aber ich glaube fest daran, dass Gott uns diese Begeisterung schenken wird, wenn wir darum beten:
... wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
– Lk 11,13b
Zur Vertiefung
Biblische Texte
Aus der Bergpredigt
- Die Seligpreisungen (Mt 5,3-12)
- Die neuen Thesen / Antithesen (Mt, 5,21-48)
- Von der rechten Sorge (Mt 6,19-34)
- Feindesliebe und Gewaltfreiheit (Lk 6,27-36)
Reichtum und Nachfolge
- Der reiche Jüngling (Lk 18,18-30, Mt 19,16-30)
- Vom reichen Kornbauern (Lk 12,13-21)
Sendung und Praxis
- Aussendung der Jünger (Mt 10,5-42)
- Was ihr den Geringsten getan habt (Mt 25,31-46)
Die ersten Christen
Die Torheit des Kreuzes
- Gottes Torheit ist weiser (1 Kor 1,18-31)
- Christushymnus (Phil 2,5-11)
- Vergeltet nicht Böses mit Bösem (Röm 12,14-21)
Sachbücher
- Walter Wink: Verwandlung der Mächte – Eine Theologie der Gewaltfreiheit; Verlag Friedrich Pustet; 2023
- Eberhard Arnold: Die Ersten Christen – Am Anfang war die Liebe; Plough Publishing House; 2012
- Walter Nigg: Der christliche Narr; Diogenes; 1993
- Richard Rohr: Der Weg der Propheten; Gütersloher Verlagshaus; 2025
- Leo N. Tolstoi: Das Reich Gottes ist in euch; Vom Verfasser autorisierte Übersetzung von Raphael Löwenfeld (1894); Tolstoi-Friedensbibliothek.de
Romane
- Lloyd Cassel Douglas: Das Gewand des Erlösers; Heidi Kraus; 1967
- Edzard Schaper: Die Legende vom vierten König; Artemis & Winkler; 1975
- A. J. Cronin: Die Schlüssel zum Königreich; Ullstein; 1976
- Leo N. Tolstoi: Auferstehung; Nach der ungekürzten Originalausgabe mit Genehmigung des Verfassers übersetzt von Wladimir Czumikow (1899/1900); Tolstoi-Friedensbibliothek.de
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Lewis Mumford prägte diesen Begriff für das moderne Gesamtsystem aus Wirtschaft, Technik und staatlicher Organisation: eine Art unsichtbare Maschine, die keiner steuert, die aber alle antreibt, nach ihrer eigenen Logik des Wachstums, der Effizienz und der Ressourcenvernutzung, unabhängig vom Willen der einzelnen Menschen, die in ihr arbeiten und leben. Sie ist damit für mich das Gegenbild zum Reich Gottes. Zur Vertiefung:
Lewis Mumford: Mythos der Maschine; Fischer Taschenbuch Verlag; August 1978,
Fabian Scheidler: Das Ende der Megamaschine; Promedia Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H. Wien; 2015,
Paul Kingsnorth: Against the Machine – On the Unmaking of Humanity; Penguin Random House LLC; 2025 ↩ -
Meadows u. a.: Die Grenzen des Wachstums 1972; Deutsche Verlags-Anstalt; 14. Aufl. 1987 ↩ ↩
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Walter Wink: Verwandlung der Mächte – Eine Theologie der Gewaltfreiheit; Verlag Friedrich Pustet; 2023,
Notizen zu Walter Wink ↩ ↩ -
Eberhard Arnold: Die Ersten Christen – Am Anfang war die Liebe; Plough Publishing House; 2012 ↩